Radmarathon-Cup Deutschland 2015 – Es geht wieder Rund

  • Posted on: 29.06.2015
  • By: Stefan Steuer

BDR Radmarathon-Cup 2015

Auch dieses Jahr ist für unsere beiden Marathonis Harald und Stefan das Menü an Radmarathons im Rahmen des Radmarathon-Cup Deutschland 2015 des BDR reichhaltig bestückt. Aus den 16 möglichen Terminen, die natürlich über ganz Deutschland verstreut angeboten werden, haben sich Harald und Stefan wieder ein paar interessante Veranstaltungen herausgepickt. Neu im Team ist Volker, der zwar nicht am RMCD teilnimmt, aber für Punkte auf der roten RTF Wertungskarte sorgt.

Josef-Oster-Radmarathon, DJK Ochtendung 1920 e.V.

Traditionsgemäß wurde die Saison von Harald und Stefan am 1. Mai beim Josef-Oster Radmarathon der DJK Ochtendung 1920 e.V. eröffnet, bei der es in die Regionen von Vulkan-Eifel, Moseltal und Hunsrück geht. Diesmal war das Wetter dort etwas unterkühlt, aber trocken. Das hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan und die Helfer an den Streckenposten haben unsere Marathonis ordentlich unterstützt, so dass diese Tour erfolgreich absolviert werden konnte.

Nach der Tour in Ochtendung wurden erst einmal ein paar normale RTF-Veranstaltungen in Angriff genommen, damit die Kurbeln nicht kalt werden. So ging es in der Folge für Harald, Stefan und Volker in wechselnden Besetzungen unter anderem zu den folgenden RTF Veranstaltungen:

- Rund um die Goldstadt Pforzheim des RSV „Schwalbe“ Elmmendingen
- Rilzemer Quäl-Dich-Tour Kuhardt des RSV 1920 Rülzheim, Rheinland-Pfalz
- Bayrisch-Hessische Grenzfahrt des RSV 1896 Wenigumstadt e.V

Es folgten noch ein paar weitere Veranstaltungen, die auch mal einzeln besucht wurden. So in Schwung gehalten konnten nun die nächsten Radmarathons in Angriff genommen werden.

Mitternacht-Radmarathon, RSG Mittelpunkt Nortorf 2005 e.V.

So ging es über Pfingsten für Harald und Stefan zu einem Radfest der besonderen Art. Eigentlich stand da im Kalender nur der Mitternacht-Radmarathon der RSG Mittelpunkt Nortorf 2005 e.V. Aus dem „nur“ hat sich dann aber eine etwas größere Nummer entwickelt. Die Anreise nach Nortorf in Schleswig-Holstein erfolgte am Freitag Vormittag, so dass es mit Ankunftszeit trotz des reichlichen Verkehrs bei Hannover und Hamburg gepasst hat, um das Quartier auf dem gebuchten Campingplatz zu beziehen und schon mal zur „Nortorfer Acht“, einer geführten Tour von 70 km Länge, anzutreten. Nach einem gemütlichen Abend auf dem Campingplatz sollte am nächsten Morgen eine Rundfahrt in Form eines Brevets von 200 km gefahren werden, jedoch machte ein unerwarteter Regen am Morgen erst einmal einen Strich durch diese Rechnung. Im laufe des Vormittags ebbte jedoch das Nass von oben langsam ab, so dass sich wieder Bewegungsdrang bei unseren Marathonis einstellte. Als dann noch gegen 10:00 Uhr die Sonne die Wolken beiseite schob, gab es kein halten mehr. Denn neben dem Brevet veranstaltete die RSG Nortorf parallel zum Brevet noch die 10sensations-RTF mit 110 km Länge. Diese wurde dann von Harald und Stefan pünktlich als letzte Starter ab 11:00 Uhr unter die Räder genommen. Auf der Strecke konnte auch der Nord-Ostsee-Kanal besichtigt werden, auch sonst gab es einiges zu sehen. Am Morgen des Pfingstsonntag wurde nun durch die RSG Nortorf die RTF „Rund am Mittelpunkt – per Rad“ statt, die in 3 verschiedenen Streckenlängen angeboten wurde. Nachdem unsere Marathonis am Vortag gefühlt zu kurz gekommen sind, wurde kurzfristig für die 156 km Strecke gemeldet. Diese führte bei schönstem Wetter über Felder und durch Wälder in der Region, auch bis in die Nähe von Bad Segeberg. Auch diesmal wurden die Fahrer vorbildlich durch die Helfer der RSG Nortorf mit allem Versorgt, was man so braucht. Etwas ungläubig zeigte sich einer der Helfer, als wir auf seine Nachfrage hin antworteten, dass wir wegen dem Mitternacht-Radmarathon vorbei gekommen sind, den wir noch fahren wollen. Das war aber bereits in ein paar Stunden. Nach der Tour ging es dann zurück zur Unterkunft, wo etwas Pflege an Mensch und Material angesagt war. So wurden unter anderem die Beleuchtung an die Räder angebracht. Danach gab es einen kurze Ruhepause bis ca. 22:45 Uhr, bis es dann nach Nortorf zum Start des Mitternacht-Radmarathon ging. Pünktlich um 0:00 Uhr erfolgte dann der Start, wo einige hundert Radler und Radlerinnen ordentlich beleuchtet auf die Strecke gingen. Diese führte von Nortorf aus zunächst nach Süden, wo wir dann in mehreren Schleifen rund um das Schloss in Bad Bramstedt durch die Nacht fuhren. Aufgrund des Geländes und der hervorragenden Straßen und Wege, die die RSG Nortorf dafür ausgesucht hatten, klappte das Ganze viel besser als erwartet. Gegen Morgen um kurz vor 5:00 Uhr schwächelte lediglich Petrus, der noch seinen Segen dazu gab – es begann etwas zu regnen. Harald und Stefan erreichten um 7:28 Uhr wohlbehalten, aber etwas angefeuchtet, das Ziel, wo ein großes Buffet mit großer Auswahl auf die Fahrer wartete. So gestärkt konnten unsere Marathonis diese Veranstaltung als Erfolg verbuchen und sich nach einem Genesungsschläfchen auf die Heimreise machen. Nochmals sei an dieser Stelle der RSG Nortorf mit allen ihren Helfern gedankt, die diese Veranstaltung zu einer so tollen Sache gemacht haben.

Heide Marathon, RTC Altwarmbüchen e.V.

Schon eine Woche nach Nortorf stand die nächste Veranstaltung an, der Heide Marathon des RTC Altwarmbüchen bei Hannover. Nachdem die Anmeldung am Morgen durchgeführt war, ging es für die beiden Marathonis allerdings getrennt auf die Strecke, da Stefan nicht wusste, dass Harald doch auch vorbeikommen wollte – entgegen der ursprünglichen Planung. Für Stefan fand der Start um 8:15 Uhr mit dem Feld statt. Nachdem es am Morgen noch einmal kurz geregnet hatte, nachdem es am Vortag bei 31 °C eigentlich ganz gut ausgesehen hatte, musste auf den ersten Kilometern etwas vorsichtig gefahren werden. Schnell bildeten sich Gruppen, auch Stefan fand die seine. So ging es dann ständig in Zweierreihe durch die Heidelandschaft zwischen Hannover und Uelzen. Das Wetter besserte sich den Tag über und die Gruppe von Stefan hatte ordentlich trainiert und lief gut zusammen, so dass es der bislang schnellste Radmarathon wurde, bei 218 km Strecke stand anschließend eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,3 km/h auf dem Tacho! Im Ziel kam es dann noch zu einem Zusammentreffen von Harald und Stefan, so dass es noch für ein Zielbier gereicht hat.

Jura-Radmarathon Lupburg, SV Lupburg / Abt. Radsportabteilung

Der nächste Termin sollte ein Wiedersehen mit Freunden werden, es stand der Jura-Radmarathon in Lupburg bei Parsberg in der Oberpfalz an. Nach der Ankunft von Harald und Stefan in Lupburg wurde das Quartier in der Gymnastikhalle bezogen, wo ein gemütliches Nachtlager auf den dicken Weichbodenmatten eingerichtet wurde. Danach ging es zum Sportplatz im Ort zum Start- und Zielbereich. Nachdem Harald und Stefan ihre Startunterlagen abgeholt hatten, ging es dann zum Fest, wo es auch etwas zu essen und zu trinken gab. Nach einer kurzen Zeit trafen auch die weiteren Mitfahrer und Mitfahrerinnen ein. Am nächsten Morgen fuhren unsere Marathonis um 6:15 Uhr los, nachdem einer der vorgesehenen Mitfahrer nicht bis zum Massenstart um 6:00 Uhr erschienen war. Somit verlief die Startphase wesentlich entspannter, aber nicht unbedingt viel langsamer. Das Wetter hielt sich vorbildlich an die Vorgaben, so dass es eine nicht zu heiße, aber schön sonnige Rundfahrt wurde. Sie führt entlang der Vils, der Schwarzen Laaber, der Weißen Laaber und enthält einige Anstiege, wie z.B. der Raitenbucher Berg, der immer so schön ausgeschildert ist und führt dazwischen über die Hochflächen zwischen den Flüssen. Sonnengereift und zufrieden erreichten unsere Marathonis und ihre Mitfahrer und Mitfahrerinnen das Ziel in Lupburg.

Giro Hattersheim, RC Radsportfreunde Hattersheim 1981 e.V.

Schon eine Woche später war nun der nächste Termin für unsere Marathons, der 29. Giro Hattersheim, veranstaltet vom RC Radsportfreunde Hattersheim 1981 e.V. in der nähe von Frankfurt. Auch diesmal erfolgte die Anreise für Stefan und Harald getrennt, jedoch klappte es diesmal mit der gemeinsamen Tour. Bei schönem Wetter am Samstagnachmittag gab es für die Marathonis sogar einen Sektempfang sowie kostenlosem Getränk. Es wurden der bis dahin versammelten Teilnehmerschar auch ein paar Details über Streckenänderungen vorgestellt. Für die Nacht stand unter anderem ein Massenlager in der Halle zur Verfügung. Nach der Prüfung durch Stefan mit der Aussicht auf einen gefliesten Boden in den Umkleiden entschied sich Stefan für eine Übernachtung in seinem Auto. Nach einem kleinen Altstadtbummel mit Abendessen ging es dann zur Nachtruhe. Am nächsten Morgen stieß dann wie angekündigt Harald dazu. Pünktlich zum Frühstück um 5:00 Uhr am nächsten Morgen begann es zu tröpfeln. Doch diesmal gab es kein Zurück, Stefan und Harald machten sich pünktlich um 6:00 Uhr nach dem Startstempel auf die Runde, die unter anderem auch zum Feldberg im Taunus führen sollte. Es gab ein leichtes getröpfel, aber zunächst war noch alles gut. Doch, entgegen dem Wetterbericht, begann es nach der 2. Kontrollstelle passend für die Auffahrt zum Feldberg ordentlich zu regnen. Stefan hatte eine etwas optimistische Kleiderwahl im Rahmen des RSV Outfits getroffen, so dass die Füße zunehmend kühler wurden, aber das Wasser gemäß dem Prinzip eines Durchlauferhitzers frei nach unten abfließen konnte. Im oberen Abschnitt des Anstiegs zum Feldberggipfel stellte sich auch noch Nebel ein, so dass es keinerlei Aussicht in die Landschaft mehr gab. Sogar die Kontrollstelle am Fuß des Feldbergturms ließ den Turm selbst lediglich erahnen. Um auf Betriebstemperatur zu bleiben, ging es mit dickstem Gang und mitkurbeln auch wieder den Feldberg hinunter zur nächsten Kontrollstelle. Dort wurde belächelt, als einer der Helfer äußerte, es würde nun trocken werden und sogar wärmer werden! Unglaublich, so etwas. Doch, er sollte recht behalten und so konnten Harald und Stefan sich zum Schluss hin sogar mit Sonne wieder etwas trocken fahren. Alles in Allem war es eine schöne Tour mit einigen Höhenmetern und der Möglichkeit für Stefan, seine Meinung zu verunglückten Wetterlagen zu überdenken. Wieder einmal konnten unsere Marathonis erfolgreich einen der RMCD Marathons absolvieren, ohne Schaden an Mensch und Material. Nach dem obligatorischen Zielbier ging es wieder nach Hause. Dort standen gleich die Vorbereitungen für den nächsten Termin an, die Teilnahme an der Appenzeller Rundfahrt 2015 des VMC Andwil-Arnegg.

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