Radmarathon-Cup 2013 beim RSV Unterweissach - Teil 2

  • Posted on: 14.06.2013
  • By: Stefan Steuer

In diesem Jahr nehmen zwei Rennradler des RSV Unterweissach an der Radmarathon-Cup Serie des BDR teil. Diese Serie besteht aus 16 Veranstaltungen, die über ganz Deutschland verteilt in der Regel von Vereinen vor Ort veranstaltet werden, so dass man schon etwas herum kommt, wenn man regelmäßig teilnimmt. Im ersten Teil wurde über die ersten drei Radmarathons der beiden RSV-Fahrer Harald und Stefan berichtet. Sie haben dabei schon einiges an Strecke zurücklegt und sind auch ordentlich hoch und runter gefahren, aber es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten...

Saar-Pfalz-Extrem-Marathon, Radfahrerverein Blitz 1903 e.V. Oberbexbach

Eine Woche der Erholung war schnell vorüber und so ging es schon am 02.06.2013 ins Saarland nach Bexbach, Ortsteil Oberbexbach. Dort war der Saar-Pfalz-Extrem Radmarathon angesagt. Bei diesem Radmarathon konnte Stefan als Exil-Saarländer den Heimvorteil voll ausspielen und die Anmeldung am Samstag Abend durchführen. So waren die Startunterlagen schon bereit, damit der nächste Morgen nur für die wirklich wichtigen Dinge reserviert werden konnte. Erfreulicher Weise konnten Stefan und Harald einen 3. Mann für die Tour begrüßen, Christian von der Bosch Radsportgruppe Abstatt. Pünktlich um 6:00 Uhr ging es mit einem Führungsfahrzeug eskortiert auf die Strecke. Diese führte am Jägersburger Weiher vorbei direkt nach Rheinland-Pfalz in Richtung Waldmohr. Das Wetter war fast ideal zum Rad fahren, der Himmel war strahlend blau, die Sonne schien, was sie konnte. Lediglich der Wind war gelegentlich etwas aufdringlich, zumal wenn er vorn vorne oder böig von der Seite kam. Ab Kilometer 30 war es dann mit dem Einrollen vorüber und das zackige Profil der Strecke zeigte sich nun in der Realität. Über Nanzdietschweiler und Altenglan ging es nach Eßweiler, wo am Kontrollpunkt Verpflegen und einer der Kontrollstempel anstand. Weiter ging es zum Streckenteiler Rothselberg. Für die Marathonfahrer ging es danach weiter über Niederkirchen und Gundersweiler nach Marienthal am Fuß des Donnersbergs. Vor Marienthal stand noch eine Prüfung für die Marathonfahrer an: der Aufstieg in Falkenstein hoch zur Burgruine, für den ein Hinweisschild 25 % Steigung anzeigte. Hier trennten sich dann die Dreifach- und Kompaktfahrer von den Optimisten mit maximal 23-er Ritzel als kleinstem Gang. Harald und Stefan sowie Christian nahmen diesen kurzen aber interessanten Anstieg zum Eingang der Burgruine Falkenstein mit Anstand. Kurz von Kirchheimbolanden in Sichtweite zum Donnersberg war dann der Umkehrpunkt der Strecke erreicht und es ging über den Schneebergerhof, Gerbach, Dielkirchen, Ginsweiler nach Lauterecken. Weiter ging es über Oberweiler im Tal wieder nach Eßweiler und Rothselberg, von wo aus es diesmal Richtung Ziel ging. So kamen die drei Marathonis wohlbehalten im Ziel in Oberbexbach an, wo Bratwürste, Nudeln mit Tomatensoße und vor allem das verdiente alkoholfreie Zielbier wartete. (Streckenlänge: 206 km, Höhenmeter: ca. 3000)

Jura-Radmarathon, SV Lupburg

Nur eine Woche nach dem Saar-Pfalz-Extrem-Marathon war am 09.06.2013 bereits die nächste Sause angesagt. Diesmal führte der Tourenplan von Stefan und Harald in die Oberpfalz in den Bereich zwischen Nürnberg, Regensburg und Neumarkt in der Oberpfalz zum 15. Jura-Radmarathon des SV Lupburg. Der Wetterbericht hatte sich leider über die Woche hin immer weiter verschlechtert, aber nicht so schlimm, dass wieder schweres Gerät wie beim ERZtaler Radmarathon nötig wäre. Die Anreise erfolgte also mit den Rennrädern im Gepäck wieder am Samstag Nachmittag. Dank der ruhigen Straßenverhältnisse erreichten wir Lupburg gegen 18:00 Uhr, so dass bereits die Startunterlagen beschafft werden konnten. Danach ging es zu Besichtigung der Übernachtungsmöglichkeit, die im neu gebauten Sportheim am zweiten Sportplatz nur wenige Meter vom Start/Ziel des Radmarathon entfernt eingerichtet war. So konnte denn der Platz für den eigenen Schlafsack sogar auf neuen Gymnastikmatten in der Halle gesichert werden. Dieses Angebot wurde von Harald, Stefan und nur einem weiteren Radler genutzt, so dass es eine geruhsame Nacht wurde. Zuvor jedoch wurde noch auf dem Festplatz etwas für die Verpflegung getan, gebratene Schinkennudeln, ein Steak im Semmel (so heißen die Weckle dort) und auch Flüssignahrung war reichlich vorhanden. Auch Christian, unser Mitfahrer von der Bosch Radsportgruppe Abstatt war da. Am nächsten Morgen war die Sonne bereits aktiv, als wir uns um ca. 5:30 Uhr in den Start/Zielbereich begaben. Dort war nun erheblich mehr los als am Vorabend. Im Angebot waren neben den 5 RTF- und Marathonstrecken auch 4 Mountainbike Strecken von 30 km mit 500 Hm bis zum Marathon mit 94 km und 1700 Hm! Es sollte also für jeden etwas dabei sein. Pünktlich um 6:00 Uhr ging es dann los und ein ewig langer Lindwurm aus Rennradlern ergoss sich in die Landschaft um Lupburg. Da Harald, Christian und Stefan ein guter Start gelungen war, ging es eine ganze Weile in der Spitzengruppe zum Einrollen mit Geschwindigkeiten um die 40 km/h bis 50 km/h in Richtung Velburg und weiter Richtung Utzenhofen zur ersten Kontrollstelle Hohenburg an der Lauterach. Vor allem Stefan zeigte sich von dieser Fahrweise beeindruckt, so viel Gruppendynamik hat er noch nicht erlebt. In der Gruppe läuft's einfach besser. Bei so viel Vorwärtsdrang übersahen einige der flotten Radler das eigentlich gut zu sehende Schild für die Einfahrt zur Kontrollstelle. Es gab dort neben dem obligatorischen Stempel wieder einmal alles, was das Herz begehrt. Das Angebot reichte vom Schmalzbrot über Kuchen aller Arten und Riegel, Früchte und vieles mehr. So gestärkt konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Es ging weiter über Schmidmühlen und Rohrbach, Hohenfels und am Streckenteiler Raitenbuch vorbei nach Rechberg, wo der nächste Stempel und Verpflegung zu holen war. Hier führte die Tour durch wunderschöne Landschaft und Täler zum Tal der Schwarzen Laber. Vorbei ging es anschließend an Jura-Felsen, die sich senkrecht aus dem Tal erheben. Auch einige Kletterer waren unterwegs, sich an den Felswänden zu versuchen. Pünktlich wie vorhergesagt setzte um 9:30 ein leichtes Tröpfeln ein. Von ein paar angefeuchteten Wegen abgesehen, war das aber das Schlimmste, was passierte. Weiter ging es über die Kontrollstelle Langenthonhausen nach Dietfurt an der Altmühl. Danach führte der Weg dann aus dem Altmühltal heraus und oberhalb des Tals der Weißen Laber über die Höhen weiter zur Kontrollstelle Altmannsberg. Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt und die Sonne schien bei ca. 24 Grad. Nun musste nur noch schnell die letzte Kontrollstelle in Finsterweiling angesteuert werden, um dann mit Volldampf zurück nach Lupburg zu fahren. Dort kamen Harald, Stefan und Christian nach 6:50 Stunden Fahrzeit an, was einen Durchschnitt von 30,2 km/h für die 206 km Strecke ergab! Da sieht man mal, was 1000 Höhenmeter weniger im Profil und eine angenehme Temperatur so alles bewirken können! Als Fazit steht fest, dass es eine schöne Tour mit perfekter Organisation auf überwiegend guten Wegen war. So konnten wir zufrieden die Heimfahrt antreten. (Streckenlänge: 206 km, Höhenmeter: ca. 2200)

So weit der zweite Teil der Touren, die unsere Teilnehmer des Radmarathon-Cup Deutschland Harald und Stefan absolvierten. Aber da kommt noch mehr, da bin ich mir sicher!

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